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CIH TURBO MANTA - B
 
CIH-TURBO made by AUTO WYDER (Heute: DELTA MOTORS) / SWITZERLAND
 
Es braucht sehr viel an Präzisionserfahrung und genug Geduld um den CIH Motor mit einem Abgasturbolader anzuschliessen und strassentauglich zu machen - Die Firma Auto Wyder, die es in der strengen Schweiz geschafft haben, den CIH-Motor mit einem Abgasturbolader zu Typisieren - haben all die Normen und Standarts durchbrochen und tatsächlich geschaft. Geschafft aus diesen beiden Gründen; die Aufladung beim CIH musste alltagstauglich und zugleich alle Gesetzesnormen erfüllen. Aus diesem Grund kann man den Motorenexperten aus der Schweiz nur gratulieren, die Ing. haben somit bewiesen, was zahlreiche Tuner in Deutschland zum verzweifeln brachte - die Aufladung am CIH Motor ist in der Praxis auch durchführbar! Ich selber habe in meinem OPEL MANTA B auch einen CIH-TURBO Motor Made by Wyder, den der Ex-Besitzer / Aufbauer Rolf Schindler wie ein Phoenix aus der Asche aufbaute. Was für eine Arbeit ist, wenn man einen OPEL MANTA B, der jahrelang in einer Scheune sein Dasein "ausmistete" zum Laufen zu bringen, ist wohl nur demjeniegen bewusst, der schon mal ein Auto von Grund auf neu aufbaute. Wegen der Zuverlässigkeit der CIH-Maschine mit einem Abgasturbolader, kann ich beitragen: Mit der CIH-Turbo-Maschine habe ich etliche Kilometer abgespult, mehr als 30'000 km; in der Stadt, auf diversen Landstrassen und auf der Autobahn - ist doch der schönste Beweiss über die Zuverlässigkeit des CIH Motors auch mit dem Lader! TURBO RULEZZ...

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Hier der Bericht der schweizerischen AR von 1980/Ausgabe 01/81 über den CIH TURBO MANTA B (TURBOJET):
 
TURBO-OPEL AUS DER SCHWEIZ
Um relativpreiswert zu mehr PS zu kommen und um einem Motor das Temperament eines hubraumstärkeren Aggregats einzuverleiben, setzen mehr und mehr Automobilhersteller auf die Zauberformel Abgasturbolader. Ihnen eifern verständlicherweise viele Tuningsfirmen nach: anstatt wie früher mehr oder weniger tiefgreifende Aenderungen am Zylinderkopf und am Gemischaufbereitungssystem vorzunehmen, macht man sich auch hier die Wirkung des Turbos zunutze.
Und wie schon bei den konventionellen Tunern, so gibt es auch bei den modernen Turbo-Tüftlern solche, die viele Arbeitsstunden und ein gerütteltes Mass an technischischem Know-How investeiren, aber auch solche, dies sich die Sache einfacher machen und nach der aus Amerika stammenden "bolt-on" Methode (kaufen und aufschrauben) verfahren. Alle unsere bisherigen Fahrversuche mit Turboautos zeigen aber, dass gerade diese noch recht neue Technologie sehr viel Erfahrung und Wissen voraussetzt, wenn befriedigende Resultate erzielt werden sollen.
Zu denjenigen, die sich das Problem nicht einfach gemacht haben, gehört die in Sursee/Schweiz ansässige Firma Auto Wyder, die sich auf das Hochkitzeln von Zweiliter-Opelmotoren spezialisiert hat. Bei Wyder wird fachmännisch vorgegangen: der Vierzylinder-Einspritzmotor wird zerlegt und erhält neue Lager, die Auspuffanlage wird vergrössert und die Kupplung verstärkt. Der Turbolader stammt von der amerikanischen Girma Garrett AiResearch, und ein wassergekühltes Bypassventil von Albert (Stückpreis Sfr. 700.--) sorgt dafür, dass der Ladedruck nicht über den Maximalwert von 0.6 bar ansteigt.
Um allzu hohe Belastungen des Motors zu vermeiden, wird die Verdichtung von 9.4 auf 8.0:1 reduziert. Wyders Angebot umfasst eine LP-Variante (Low Performance) mit 132 PS/97 kW, sowie eine HP-Variante (High Performance) Ausführung, die bei 5750/min. 150 PS/110 kW leistet: das Höchstdrehmoment des HP beträgt 21.2 mkp bei 4750/min. Zum Vergleich die Werte des Basis-Saugmotors: 110 PS/81 kW bei 5400/min. 16.2 mkp bei 3400/min. Mit zum Umbausatz gehört auch ein Oelkühler mit Thermostat, bei der geprüften HP-Version auch innenbelüftete Bremsscheiben vorn und Sportbremsbeläge.
Zu den Preisen: In Wyders Tuningsbetrieb werden nicht nur Neuwagen mit Turboladern ausgestattet, sondern auch Occasionen, wobei die Kosten mit zunehmender Kilometerzahl wachsen, da mehr Umbau Aufwand. Für die 150 PS Ausführung muss mit einem Aufpreis von 7'750.-- bis 8'500 Franken gerechnet werden.
Bei der Wyder empfohlenen Anpassung von Fahrwerk, Karosserie und Interieur an die höhere Leistung (Spezialräder und -reifen, andere Stossdämpfer, Kotflügeverbreiterungen, Spoiler, Sportsitze, Lederlenkrad usw.) sind alle Möglichkeiten für individuelle Wünsche vorhanden, aber man muss sich bewusst sein, dass gerade hier eine ganze Stange Geld "verlocht" werden kann: In der von uns gefahrenen Topausführung mit Bilstein Fahrwerk, Irmscher Karosserieteile, König-Spezialsitzen und anderem mehr kostet der Manta Turbo Wyder rund 34'000.-- Schweizer Franken. Uebrigens auf dem umgebauten Motor gewährt die Tuningsfirma eine Garantie von 10'000 km, während für die übrigen Fahrzeugteile die unveränderte Werksgarantie gilt.
Kraft oben
Die Prüfung zeigte, dass sich der Opel-Turbomotor von Wyder nicht wesentlich von anderen mit Abgasladern versehenen und in der Verdichtung reduzierten Aggregaten unterscheidet: Im unteren Drehzahlbereich bis etwa 3000/min, wo die Ladewirkung spürbar einzusetzen beginnt, hat er nichts Sensationelles zu bieten, ja er fühlt sich sogar träger und weniger agil an als der 110 PS Saugmotor. Ganz anders zur Sache kommt er aber oberhalb dieser Tourenzahl, und vor allem von etwa 4500/min an glaubt man, es mit einem weit hubraumgrösseren Motor zu tun zu haben. Selbst Steigungen können dann den ungestümen Vorwärtsdrang nur unwesentlich bremsen, und erst bei knapp 6500/min. gebietet ein elektr. Limitron-Drehzahlbegrenzer sanft, aber unerbittlich Einhalt und sorgt dafür, dass die aufgeladene Maschine nicht überdreht werden kann. Gegen diese obere Drehzahlgrenze wird der Motor merklich rauher, aber die sehr robuste Graugusskonstruktion macht auch dann nicht den Eindruck, allzusehr strapaziert zu sein.
Nicht so recht zur sportlichen Charakteristik des Turbomotors passt das installierte Vierganggetriebe. Der weniger lange erste Gang eines geschickt abgestuftes Fünfgangsgetriebes würde es erlauben, die Turbokraft noch besser auszunützen, und ein zuschaltbarer Overdrive zum obersten Gang würde helfen, das Drehzahlniveau bei schnellem Tempo zu senken.
Ausgezeichnete Resultate liefert der Manta-Turbo bei den Fahrleistungsmessungen: Für den Spurt von 0-100 km/h registrierten die Geräte 8.3 Sekunden, und 160 km/h sind aus dem Stand in bloss 21 Sekunden erreicht. Das sind Werte, die sonst ausschliesslich hochkarätigen Sportwagen vorbehalten sind. Das Auto wäre sogar durchaus in der Lage, 0-100 km/h in weniger als acht Sekunden zu schaffen, denn just vor Erreichen der 100 km/h-Marke (bei 98 km/h) trat jeweils der installierte Drehzahlbegrenzer in Aktion und machte ein zeitraubendes Hinaufschalten in den dritten Gang notwendig. Der Drehzahlbegrenzer ist es auch, der die Höchstgeschwindigkeit auf exakt 200 km/h limitiert.
Bei den Elastizitätsmessungen zeigte sich deutlich, dass der Gebläsemotor "untenheraus" gegenüber dem Saugmotor verloren hat: Der normale Ascona B SR 2.0 E (110 PS/81 kW) beispielweise ist spritziger, wenn es darum geht, im vierten Gang aus 40 km/h auf 80 km/h zu beschleunigen (11.6 statt 12.8 Sekunden); darüber hingegen stürmt der Turbo ohne Mühe weit davon und benötigt für 40-140 km/h nur 24.6 Sekunden statt der 33.3 Sekunden des schwächeren Saugers.
Typische Charakteristiken, die wir im Verlaufe der Prüfund festgestellt haben: der Turbolader wirkt geräuschdämpfend und hält dadurch den Innengeräuschpegel auch bei Höchstdrehzahl in angemessenen Grenzen; ferner spricht der aufgeladene Motor erfreulich spontan auf Gaspedaländerungen an, obwohl auch bei ihm die Turbotypische Verzögerung nicht ganz eliminiert werden konnte. Ein Schönheitsfehler ist allerdings das gelegentliche Rucken des Motors kurz vor Erreichen des höchsten Ladedrucks.
Gemessen an der überwiegend sehr zügigen Fahrweise ist der Benzinverbrauch von durchschnittlich 14.3 L/100 km räsonabel. Mit ihm muss man als Besitzer des Wyder-Turbo HP rechnen, denn der Motor mit seiner gewollt sportlichen Charakteristik verleitet einen dazu, die zur Verfügung stehende Leistung möglichst oft auszunutzen, und das kostet natürlich Express-Zuschlag. Unten ist ein weiterer Bericht aus dem Jahre 1980 von der Zeitschrift Rallye Racing:

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 Webmaster's CIH-TURBO Graugussmaschine
 
Wie man auf dem Bild links sehen kann, ist der Abstand zwischen dem Saugrohr und dem Turbolader sehr klein. Die Hitze, die durch den Lader ausgestrahlt wird, erhitzt das Saugrohr zwangsmässig. Um dieser Erhitzung entgegen zu wirken, sollte man zwischen dem Saugrohr und dem Turbolader einen Hitzeschutzblech anbringen - dieses Thermikproblem ist auch bei nicht aufgeladenen CIH Motoren genau gleich, der z. Bsp. vorhandene Leistungsfächerkrümmer erhitzt das Saugrohr. Der krönende Abschluss oben am Motor ist der Ventildeckel mit den Kühlrippen, der die "heissen" Temperaturen des Zylinderkopfs nach aussen abgibt. Der kultige Ventildeckel, der schon im Rekord C Sprint, sprich auch in der OPEL GT Baureihe seine Feuertaufe hatte, ist ein orig. GM-Teil - so schön kann ein orig. Teil sein...Der Teufel steckt halt weiter in den Details, wie das erleichterte Schwungrad oder die feingewuchtete Kurbelwelle. Kolben und Pleuel sind mit schwimmenden Kolbenbolzen verbunden. Das Gemisch wird per BOSCH Einspritzanlage geregelt, das typische Pfeifen des Laders auf Befehl entfesseln dem alten CIH Bärenkräfte und verhelfen in Regionen vorzustossen, die einst Motoren-Ing. für diesen Motor wohl sicher nie gedacht hatten! Der Wasserkühler wurde seitlich versetzt, dadurch erhielt man Platz für den Ladeluftkühler (LLK). Der LLK sollte so positioniert werden, dass er am besten direkt vom Fahrtwind frei durchströmt werden kann, dass wäre die Fahrzeugfront und auch die Motorhaube, doch je entfernter sich der LLK vom Turbolader befindet, um so mehr verlängern sich auch automatisch die Luftleitungen. Je kürzer die Luftleitungen und strömungsgünstig aufgebaut, desto weniger hat man einen Druckverlust und ein besseres Ansprechverhalten des Turbomotors. Auch sollte man unbedingt vermeiden, den LLK nicht hinter oder vor einem anderen Kühler anzuordnen. Hier eine Internetseite, wo diverse LLK zum Vergleich mit Bild und mit ihren  Abmessungen (z.Teil) angegeben werden: http://www.student.kun.nl/p.oonincx/Intercooler.html Gibt es was schöneres, wenn man von der Gewalt des Laders, sanft in den Sitz gedrückt wird? Und das Zischen des Windes, das sich sanft um die A-Säule schmiegt? Hier sind sicher Emotionen richtig am Platz, anstatt blosse Zahlen auf einem Stück Leistungsblatt. Diese Erfahrung wurde leider nur wenigen Hecktrieblern der 70/80er Jahre OPEL's gegönnt, vorallem zeigt der CIH hier seine Grenzen, wofür er ab Werk nie wohl bestimmt war. 

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EXITUS und NEUAUFBAU
 
Januar 2006, kam der grosse Exitus: Auf der Autobahn verabschiedete sich meine aufgeladene CIH Maschine. Zuerst war ein sirenenähnliches Geräusch seitens des Turboladers zu hören, und dann ging nichts mehr, die Maschine schaltete sich aus. Natürlich waren meine ersten Gedanken, dass der Turbolader auseinander geflogen ist, oder die CIH-Maschine war für den Turbolader nicht standhaft, Gedanken über Gedanken. Die Maschine wurde geöffnet und wie es sich feststellen lassen lässt; der Exitus kam nicht vom Turbolader, sondern von einem Bleifrei-Ventilsitzring des 4.ten Zylinder. Der hatte sich vom Sitz aufgelöst und wurde vom Ventil regelrecht zermalmt. Die Teile wanderten quer im Motorinnerem und verklebten sich schliesslich an den Kolben und Wänden fest und last but not least; der Zylinderkopf hat bei dieser Aktion auch noch einen Riss erhalten... Die Masseelektrode der Zündkerze vom 4.ten Zylinder war auch abgebrochen gewesen. Der Turbolader wurde noch nicht geöffnet, aber anders wird der auch nicht als "tot" aussehen. Werde den Motor wieder fit machen, einem Neu- oder Wiederaufbau der CIH-TURBO Maschine steht somit nichts mehr im Wege. Wenn die Revision beginnt werde ich die Bilder hier reinstellen, im Moment ist nämlich dem Ross und Reiter eine lange Pause gegönnt...

























































































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